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Band des Monats - Anne Marie Hurst 04/12

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cover_web.jpgMit „Day Of All Days“ meldet sich eine der wohl bekanntesten Ikonen des 80er Post Punk / Gothrocks auf eine eindrucksvolle Art und Weise zurück. Einige, darunter ich selbst, warteten schon seit der Gründung der Myspace-Seite auf neue Musik der einstigen Ikone von Skeletal Family und Ghost Dance.

2011 war es nun soweit und Fans dürfen das Album endlich ihr Eigen nennen. „Aber was bitte ist das? Wie, das ist keine Skeletal Family-Kopie und von Ghost Dance ist auch nur spärlich etwas zu hören?“ denken sich hierbei sicherlich viele. Ich persönlich habe dies nicht erwartet, da ich mir schon dachte, dass sich Anne Marie musikalisch weiterentwickeln würde. Die Richtung ist anders, aber eindeutig nicht schlechter.

Mit Stan Greenwood, wie schon zu Skeletal Family-Zeiten, an der Gitarre, Roger Trotwood Nowell am Bass sowie diversen Gastmusikern bei den verschiedensten Tracks, hat es die Dame, die noch lange nicht in die Jahre gekommen zu sein scheint, ein Line-up um sich geschert, das es eindeutig in sich hat.

Set Me Free“ eröffnet das Album, sehr ruhig im Anfang, stellt es schnell auf eine mid-tempo Glam/Rock-Nummer um, die doch etwas an die ganz anfänglichen Zeiten des Post Punk / Glamgoth erinnert. Gesanglich ist wenig Unterschied zu den „alten Tagen“ zu hören, was wohl jeden SF/GD-Fan erfreuen wird.

Lost In Munich“ fängt mit einer schroffen Gitarre an, dann ein kleines Solo darüber und schon rockt die Nummer richtig los. Sie erinnert stilistisch etwas an „The Grip of Love“, das Anne Marie bereits Mitte der 80er musikalisch umsetzte. Die Gitarre während des Refrains, zusammen mit den gestreckten Gesängen, lässt den Song zu einem ganz speziellen Ohrwurm werden. Einmal gehört, nie mehr vergessen!

My Destiny“ erinnert etwas stärker an die alten Tage , genauer gesagt: Der Anfang hat ziemlich viel von Skeletal Family und beim Refrain könnte man fast meinen, Gary Marx (Der Gitarrero von Ghost Dance) steht selbst an der Gitarre. Ein Hochgenuss, den der Hörer hier geboten bekommt.

I Have Changed“ entführt uns weiter in die Tiefen des Albums, erinnert stilistisch auch wieder etwas an Ghost Dance, rockt jedoch um weiten mehr. Gesanglich scheint sich die Dame hier auch wieder in ältere Gefielde zu wagen, was das Herz des 80s Goths nochmal höher schlagen lässt.

Heaven’s Mist“ ist ein weiteres meiner persönlichen Highlights. Eine Ballade, in gar mittelalterlichem Stile, könnte, instrumental, glatt von Death in June stammen, schnelle Akkorde, ruhiger, langsamer, gar tragischer Gesang bringen eine Liebesgeschichte in die Ohren der Hörer. Mitreißend, gar entführend und sehr sehr ohrwurmlastig.

Alles in Allem muss man sagen: Wer keine 1:1 Kopie von Skeletal Family und / oder Ghost Dance erwartet, wird mit „Day Of All Days“ mehr, als nur zufrieden sein. Wer eine 1:1-Kopie erwartet, sollte sich lieber den alten Scheiben widmen und wird dadurch ein großes Highlight der Musikgeschichte verpassen!

 

Mehr Infos hier:

http://www.annemariehurst.com/

 

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