
Frankreich hat ja auch so einiges zu bieten abgesehen vom Essen. Die Coldwave Szene ist ja bekanntlich dort zu Hause und so ist es kein Wunder, dass dort auch der Nachwuchs nicht zu kurz kommt.
Wobei Nachwuchs in einem Atemzug mit Soror Dolorosa nicht ganz stimmt; denn immerhin gibt es die Band schon seit 2000. Doch haben sie erst im Februar 2011 ihr erstes Album „Blind Scenes“ veröffentlicht und als Coldwave würde ich sie auch nicht komplett einstufen. Indiesound à la Interpol und Blacklist findet sich hier auch wieder.
Hervé Carles (Bass), Emey (Gitarre), Frank Ligabue (Drums) und Andy Julia (Gesang), das ist die aktuelle Besetzung von Soror Dolorosa, die uns auf ihren Album eine durchaus beachtliche Leistung zeigen.
Wer Andy schon mal live getroffen hat, fragt sich durchaus wie aus so einem doch schmächtigen Kerl so eine Stimme rauskommen kann. Eine Stimme, die das Album doch so besonders macht. Der Song „Autumn Wounds“ ist vom Text her schon einfach unglaublich und die gesamte gequälte Seele wird hier durch Andys Stimme zum Ausdruck gebracht.
Songs wie „ Damaged Dreamer“ und in „A Glance“ sind eine Parade Beispiel dafür, wie das Zusammenspiel von guten Musikern an Bass, Gitarre und Schlagzeug klingen kann.
Allerdings muss ich sagen, dass ihr Album mich mehr überzeugt hat als ihr WGT Auftritt 2011. Die Power und Aussagekraft, die auf dem Album vorhanden ist kam leider im Felsenkeller nicht rüber. Aber sie sind bühnentechnisch noch am Anfang und ich bin mir sicher, dass sie, durch weitere Live Auftritte, auch eine stärke Präsenz aufbauen können und werden.
Insgesamt ist das Album einen Kauf absolut wert und man sollte die Herrschaften im Blick behalten.
Mehr Infos hier: